Es gibt eine Gedankenübung, die man sich vorzugsweise  für den ersten Januar eines Jahres vornehmen kann, die aber auch noch später, etwa am 19. Februar, ihren Dienst tut. Sie lautet: Gib dem Jahr ein Motto! Ein oder zwei Worte genügen. Es kann „Familie“ sein, oder „Kochen“ oder „Besser essen“. In Bezug auf die Arbeit ergibt vielleicht „Zuhören“ oder auch „Delegieren“ einen Sinn. In keiner Weise zu unterschätzen sind Motti wie „Weniger machen“ oder „Mehr schauen“. Zwei Dinge geschehen, wenn man sich ein Motto gibt. Ding eins: Noch während der Suche nach einer solchen Überschrift für das neue Jahr stellt man sich ganz automatisch entscheidende Fragen: Was ist mir gerade wichtig? Wo hakt’s? Was will ich? Das Motto ist dann die kürzeste denkbare Antwort auf diese Fragen. Ding zwei: An solch ein Motto kann man sich immer wieder erinnern, ein ganzes Jahr lang. Ist ja nur ein Wort, eine kurze Formel, kein Aufsatz. Es hilft, etwas Wesentliches im Blick zu behalten.

Seit Jahren frage ich Menschen nach ihren Lebenslehren. In Die Lehren der Anderen versammle ich immer wieder Antworten.

19. Februar 2018

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