Ein Magazin für Hellabrunn

Cover: Hellabrunn – Das Magazin des Münchner Tierparks
Sortiertung am Kiosk in München.

Gerade pausieren wir mit dem Buch als Magazin. Noch immer geht es darum, wie sich das Projekt auf kräftigere Beine stellen lässt. In der Zwischenzeit waren wir aber nicht untätig und haben gemeinsam mit dem Tierpark Hellabrunn die erste Ausgabe des „Hellabrunn“-Magazins entwickelt und produziert. Das hat große Freude bereitet. Im Grunde ist das Heft ein 100 Seiten langer Blick hinter die Kulissen des Münchner Tierparks. Zu kaufen gibt es das Ganze im Tierpark Hellabrunn und für eine bestimmte Zeit auch an Bahnhofs- und Flughafenkiosken im ganzen Land. Ein paar Kioskbetreiber tun sich mit der Einsortierung noch schwer, aber mei.

Wie Menschen ihr Leben hinkriegen

fixingcircleAlle menschliche Weisheit kommt aus Lebenserfahrung. Schon allein die Tatsache, dass wir leben, macht uns demnach zu Lebensexperten. Mindestens einen Teil dieses Wissens sollte man aufschreiben. Auf fixinglife.de frage ich deshalb Menschen nach ihren Erfahrungen: Wie kriegt man das Leben hin? Welche Lehren entstehen aus Liebe, Trauer oder Arbeit? Meine Kollegin Joanna Mühlbauer illustriert jede Woche einen entscheidenden Satz aus den Texten. Zum Merken, zum Nachdenken, zum Aufheben. Viel Spaß beim Lesen auf fixinglife.de!

 

Der Reporter als Sinnsucher und Seelsorger

Versuch, dem Journalismus eine neue Seite abzugewinnen. Ein Aufsatz in 33 Schritten

1. Ich habe ein Buch namens Wofür es gut ist geschrieben, für das ich gut hundert Menschen nach den Lehren ihres Lebens gefragt habe. All die Erfahrungen der Menschen lassen sich auf einen Satz bringen: Das Leben braucht vor allem eine Küche zum Reden, eine Werkstatt zum Machen, einen Balkon zum Lassen und ein Wohnzimmer für die Liebsten.

2. Es ist erstaunlich, wie häufig das „Machen“-Motiv in den Gesprächen vorkam. Immer wieder sprachen Menschen vom „Weitermachen“, vom „Anfangen“, vom „Machen“ auch im Angesicht von Widerständen. Im „Machen“ in all seinen Versionen scheint etwas zu liegen. Das sagen auch Sinnforscher. Sie schreiben, dass das Machen, das Bauen, das Erstellen von Dingen und Projekten den Menschen Sinn gibt. Weiterlesen

Okay, das ergibt Sinn

Mit dem „Buch als Magazin“ sprechen wir auf der Editorial-Design-Konferenz QVED über die psychologische Seite des Magazinmachens – also über Selbstverwirklichung, Sinnstiftung und Seelsorge. Hier die Ankündigung unseres Vortrags:

Okay, das ergibt Sinn 

Übers Magazinmachen als Seelsorge – für sich und für andere

Wir machen „Das Buch als Magazin“ und verknüpfen in jeder Ausgabe unseres Heftes Klassiker der Literaturgeschichte mit dem Journalismus der Gegenwart. Unseren Lebensunterhalt können wir damit nicht finanzieren. Warum machen wir das also? Es gibt aus unserer Sicht zwei Antworten. Antwort 1: Es geht um uns selbst. Wir stellen etwas her, hinter dem wir stehen und stehen müssen. Es gibt keinen Mittelsmann mehr, keinen Prellbock. Jedes Feedback von Lesern richtet sich an uns. Lob ist doppelt so schön, weil wir uns persönlich gemeint fühlen. Kritik ist doppelt so schlimm. Wenn wir zu einer Idee Ja sagen, meinen wir Ja. Wir müssen keine Kompromisse machen, keine Rücksichten nehmen. Ohne dass wir es wollten, sind wir auch in unseren Gedanken dieses Heft geworden.

Die Fragen, denen wir uns in den Geschichten widmen, sind unsere Fragen an das Leben. Die Bilder sind die Bilder, mit denen wir die Gegenwart kommentieren wollen. Unser Magazin hilft uns dabei, die Welt zu verstehen, sie zu sortieren. Es hilft uns dabei, Übersicht zu gewinnen und Sinn zu finden. Jedes Mal wieder, auf 116 Seiten. Das ist das wunderbare an gedruckten Magazinen: Sie vermitteln den Eindruck, dass die Welt begrenzt ist. Dass sie verstehbar und sortierbar ist. Und übersichtlich.

Und schon sind wir bei Antwort 2: Wir glauben an die seelsorgerische Funktion von Magazinen, von Journalismus. Magazinmacher sind Menschen, die stellvertretend für andere die großen Lebensfragen beackern. Warum bin ich hier? Wie gehe ich damit um? Der Mensch entdeckt immer dann Sinn im Leben, wenn er Zusammenhänge entdeckt. Wir stellen diese Zusammenhänge in unseren Geschichten her. Wir sind Journalisten und hören zu, was das Leben mit Menschen machen kann – und was die Leser daraus lernen können. Aus unserer Sicht war die Sehnsucht nach Orientierung nie größer. Die Kirchen und die Ideologien verlieren Zuspruch und die Menschen suchen nach Leuchttürmen, an denen sie ihr Leben ausrichten können. Auch wenn sie einem klein vorkommen: Magazine sind diese Leuchttürme.

Ein Magazin als Trost und Beruhigung

Heute ist Weltzeitschriftentag, deshalb hier ein Gedanke: Magazine trösten, Magazine beruhigen, Magazine geben Sicherheit. Wie ich darauf komme? Seit ich mit meiner Kollegin Das Buch als Magazin mache, fragen Menschen, warum wir eigentlich ein gedrucktes Magazin produzieren, wo doch alle nach online spazieren. Nun bin ich selbst kein Papierschnüffler, kein Haptikfetischist, kein Printromantiker. Jede Antwort, in der ich vom „Zauber des Gedruckten“ schwärmen würde, wäre demnach nicht so richtig ehrlich. (Auch wenn ich die Schwärmereien für Papier gut nachvollziehen kann.) Irgendwann dämmerte mir meine persönliche und ehrliche Antwort:

Für verschiedene Texte hatte ich immer wieder mit Psychologen und Psychiatern zu tun, die mir erklärten, dass der Mensch eine Sache ganz dringend für seine seelische Gesundheit braucht: das Gefühl von Übersicht. Im Grunde ist das ganze Leben ein einziges Ringen um Übersicht. Immer wieder neu sind wir damit beschäftigt, Muster zu erkennen und Sinn in das zu interpretieren, was uns widerfährt, damit wir in all dem Trubel nicht wahnsinnig werden. Das ist ein Grund, warum uns zum Beispiel Geschichten so faszinieren: Sie haben einen Anfang und ein Ende. Danach kann man eine Schleife drum machen und die Geschichte samt Erkenntnis ins gedankliche Regal stellen. Das klingt fast ein bisschen beamtisch, aber dem Hirn geht es um einiges besser, wenn es den Schluss einer Geschichte kennt, wenn es überhaupt in einer Sache den Überblick gewonnen hat.

Ein Magazin beziehungsweise unser Magazin funktioniert ähnlich. „Das Buch als Magazin“ ist die gedruckte und vermessene Behauptung, dass man genau das sagen und schreiben muss, was wir, zum Beispiel, auf 116 Seiten unterkriegen. Nicht mehr und auch nicht weniger. Dann ist das Magazin zu Ende und Feierabend und Schleife drum. Diese Übersichtlichkeit, diese Bündelung, diese Begrenzung hat was Beruhigendes, was Tröstendes, was Versicherndes. Insofern: Schönen Weltzeitschriftentag!

Goethes Faust ist raus

Die neue Ausgabe von Das Buch als Magazin ist fertig. Diesmal kümmern wir uns um den Klassiker aller Klassiker, um Johann Wolfgang von Goethes „Faust I“. Kennen die meisten aus der Schule. Die einen haben ihn in mieser Erinnerung, die anderen schwärmen ein Leben lang vom „Habe nun 151007_Cover_Faustach“ des lieben Herrn Faust. Den ewigen Faust-Skeptikern hilft unser Heft vielleicht bei der nachsichtigen Neuerkundung von Goethes Power-Drama. Allen anderen legen wir das Heft einfach so mit den besten Grüßen ans Herz. Bestellen geht übrigens ganz leicht auf der Website vom Buch als Magazin. Wer lieber erst mal reinblättern mag: Ab 5. November steht der „Faust“ abholbereit am Bahnhofs- und Flughafenkiosk.

 

Von Zuckerzungen und Magazinliebhabern

CUT13_WovenTongueFür Das Buch als Magazin habe ich eben eine Interviewreihe rund ums Magazinmachen begonnen. Zum Auftakt gab’s ein Gespräch mit den Machern von Print Matters! in Zürich: Sechs Wirtschaftsstudenten eröffneten dort einen Laden für Magazine aus aller Welt. Wir haben über die ersten Reaktionen und den Wert des Gedruckten gesprochen. Eine interessante Erkenntnis von Matteo, einem der Gründer: Er glaubt, dass viele Menschen alles Digitale mittlerweile mit Arbeit verbinden. Magazine dagegen würden Freizeit bedeuten. Finde ich einen schönen Gedanken. So ein Magazin hat ja auch keinen Mailaccount … Diese Woche dann habe ich Anke Eberhardt vom CUT-Magazin getroffen. Das Heft erscheint zweimal im Jahr und wird irre aufwändig produziert. Aber die Mühe lohnt sich, sagt Anke hier im Interview. Das Foto ist übrigens der aktuellen Nummer von CUT entnommen. Da dreht sich alles ums Weben. Entsprechend ist auch die Zunge gewebt. Aus Zuckerschnüren!

Lesungen aus „Wofür es gut ist“

9783423260534In den vergangenen Tagen sind zwei neue Termine in den Kalender gerutscht. Am 23. April 2015 lese ich im Rahmen der LeseLust in Ansbach aus Wofür es gut ist. Ein Abend in der alten Heimat, auf den ich mich sehr freue. Später im Jahr, am 24. November 2015, reise ich mit meinem Büchlein nach Lingen und lese im Ludwig Windthorst-Haus.

Nun hat die Arbeit am Buch wirklich Spaß gemacht, sie war so erhellend wie bereichernd. Mindestens genauso viel Spaß macht mir aber das Lesen und, mehr noch, die anschließende Diskussion mit den Zuhörern. Da wird mir immer wieder neu bewusst, dass ein Buch keine abgeschlossene Sache ist. Jeder Text entwickelt sich weiter, ganz abhängig von den Erfahrungen der Hörer und Leser. Jeder liest eine eigene Geschichte in den Geschichten der anderen.

„Ich war entsetzt und sprachlos“

Vorhin habe ich wieder den Podcast The Moment von Brian Koppelman gehört. Der Amerikaner fragt Menschen nach den Situationen, in denen sich ihr Leben änderte. Etwas Ähnliches gibt es im ZEIT-Magazin auf der letzten Seite, wo Menschen über ihre Rettung in einer ganz bestimmten Situation sprechen. Und wenn ich für mein Buch Wofür es gut ist Menschen nach ihren Lebenslehren frage, ist das im Grunde nichts anderes: Immer geht es um eine Situation, in der Menschen an einer Schwelle stellen – und darum, was sie aus dieser Situation machen. Wiederum eine andere Variante habe ich einst für die SZ bzw jetzt.de versucht. Damals fragte ich 20 Bundestagsabgeordnete nach dem Moment, in dem sie ihre politische Unschuld verloren haben. Die Antworten sind einigermaßen zeitlos. Hier zum Beispiel Ekin Deligöz von den Grünen über ihre erste Ausschussitzung nach der Bundestagswahl 1998:

„Politisches Engagement, Kandidatur für den Bundestag, Wahlkampf – mein Werdegang im Jahr vor der Bundestagswahl 1998 war sehr bewegend. Und dann war ich im Herbst 1998 Bundestagsabgeordnete. Aus meinem Hobby Politik wurde mein Beruf. Mit großen Erwartungen ging ich nach Bonn (war ja damals noch Regierungssitz). 

Geraume Zeit später saß ich in meiner ersten Ausschusssitzung im Innenausschuss und ging mit der Begeisterung einer Überzeugungstäterin ans Werk. Mein erstes Thema dort bezog sich auf Änderungen im Beamtenrecht. Rot-Grün war an die Regierung gekommen und wir hatten im Wahlkampf eine Erneuerung der gesellschaftlichen Strukturen und umfassende Reformen angekündigt. Also machte ich mich voller Energie an die Sache und setzte mich für eine weitgehende Reform des Beamtenrechts ein. Dabei bin ich recht weit gegangen und habe die reine grüne Position vorgetragen und nicht die zurückhaltende der Koalition. 

Die Reaktionen waren ernüchternd. Die – meist männlichen – Kollegen im Ausschuss wurden laut und grölten mich nahezu nieder. So etwas hatte ich bereits im Wahlkampf erlebt und war daher nichts, was mich sehr überraschte. Was mich allerdings ziemlich umhaute, waren Kolleginnen und Kollegen aus meiner eigenen Fraktion. Während der Sitzung wendeten sie mir demonstrativ den Rücken zu. Nach der Sitzung lud mich eine Kollegin zum Kaffeetrinken ein. Anders als erwartet verlief das Gespräch jedoch nicht gerade aufmunternd. Denn sie sagte: „Weißt du, manche Menschen werden per Zufall in den Bundestag gewählt. Entweder sie sind gut und bleiben oder sie verlassen bald wieder die politische Bühne. Du gehörst zur zweiten Kategorie.“ Ich war entsetzt und sprachlos. Diese Ernüchterung war schmerzhaft! Der politische Gegner lauerte nicht nur in den gegnerischen Parteien. Mein politisches Grundvertrauen war erst einmal zerstört.

Inzwischen bin ich schon einige Jährchen dabei und nunmehr stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion. Gerade erst habe ich eine Abstimmung in der Fraktion verloren. Es war aber bei weitem nicht so dramatisch. Zum einen bin ich immer noch eine Überzeugungstäterin und eine leidenschaftliche Parlamentarierin. Zum anderen weiß ich, dass Politik immer ein Wettbewerb um Ideen und Aufmerksamkeit ist. Den sollte man aber persönlich nicht zu nah an sich rankommen lassen. Viele andere Abstimmungen habe ich  gewonnen und auch sehr viel Unterstützung und Freundschaft in meiner Fraktion erfahren. Es gilt immer wieder aufs Neue, Verbündete zu suchen und Kollegen und Kolleginnen zu überzeugen.“ 

Hier der Einführungstext von damals – am Ende die Links zu allen Politikern, die mitgemacht haben.

Nahaufnahme

„Das Buch als Magazin“ in einer Besprechung bei Literaturen:

Was sagt uns so ein Büchner, ein Schnitzler, ein Wilde oder Kafka noch heute? Welche Themen sind heute relevant, die sich mit diesen vergangenen Erzählungen verbinden lassen? Dieser deutliche Aktualitätsbezug in Verbindung mit klassischen Stoffen macht ,Das Buch als Magazin’ einzigartig, bescheinigt ihm einen hohen Wiedererkennungswert. Im besten Sinne bemerkenswerte und anregende Artikel, oft auch nur kurz und pointiert, unterfüttern den Klassiker – was kann es Schöneres geben? Sehr lohnenswert dieses ,Buch als Magazin’!

Was einen perfekten Job ausmacht

Die meisten Journalisten pflegen ein Themengebiet, aus dem sie besonders viel schreiben. Ich zum Beispiel komme seit Jahren nicht von den Geschichten los, die sich um Arbeitsleben oder Sinnstiftung drehen. Das eine hat ja mit dem anderen zu tun. Wir verbringen soviel Zeit mit Arbeit, man kommt gar nicht umhin, über den Sinn und Unsinn des eigenen Schaffens nachzudenken. Bei all den Interviews zum Thema hat mich das Treffen mit Daniel Pink am meisten beeindruckt. Der Amerikaner taucht auch in meinem Buch über die Lebenslehren auf, weil er so klar wie wenige andere beschreibt, was einen perfekten Job ausmacht. Es sind drei Sachen: Im idealen Job muss man erstens besser werden können, man muss zweitens Sinn darin erkennen und drittens eine gewisse Freiheit haben. Mehr dazu in meiner aktuellen Kolumne bei den Kollegen von „Capital“ oder in dem Video weiter oben.

Zweifelei

Bildschirmfoto 2015-01-17 um 21.21.56Für die „ZEIT“ habe ich mit der Psychoanalytikerin Petra Holler über die Studenten der Gegenwart gesprochen. Eine Passage aus unserem Gespräch befasst sich mit der diffusen Furcht der jungen Erwachsenen, dort draußen in der Welt nicht zu genügen. Holler sagt: „Die Angst, die wir bei der Therapie von Studierenden antreffen, ist häufig die, zu versagen, nicht zu genügen. Dahinter stecken auch Eltern, die glauben, wenn man nicht studiere, habe man geringere Chancen am Arbeitsmarkt. Und dahinter steckt wiederum eine unglaubliche Entwertung von Ausbildungsberufen.“ Nachtrag: Mittlerweile ist der Text online.

Wofür es gut ist

Über Geschichten und Lebenslehren und Journalisten als Seelsorger

9783423260534Für ein Buch habe ich recht viele Menschen nach den Lehren ihres Lebens gefragt. In den Gesprächen ging es immer um dieselben Fragen: Was haben Sie erlebt? Was haben Sie dabei gelernt? Einfache Sache, eigentlich. Ich habe sogar eine Umfrage bei TNS Infratest in Auftrag gegeben und fünfhundert Frauen und Männer nach Umbrüchen und Erkenntnissen gefragt. Eine meiner Lieblingslehren: Sieh zu, dass du zu jeder Zeit eine Sache machst, die dir am Herzen liegt. Das kann ein Hobby sein, ein Projekt, die gute alte Passion. So kannst du immer sterben, ohne dir ein Versäumnis vorwerfen zu müssen.

Aber das ist nicht die einzige Erkenntnis.  Weiterlesen

Wofür es gut ist – Was Menschen aus ihrem Leben lernen

9783423260534Mein Buch mit den Lebenslehren ist eben erschienen! Fast zwei Jahre habe ich Geschichten gesammelt und sortiert, habe geschrieben und umgeschrieben und gekürzt. Das Ergebnis sind 220 recht kompakte Seiten, eine fortlaufende Erzählung, in der gut 50 Menschen aus dem ganz normalen Leben auftauchen. Eine Erkenntnis: Wer andere nach den Lehren ihres Lebens fragt, verändert sich. Mehr dazu in den nächsten Tagen an dieser Stelle. Hier geht es zur Seite bei dtv, hier zur Onlinebestellung.

Das Gespenst ist da

DBaM_Canterville_CoverEin Sommer heiteres Dahinarbeiten geht zu Ende. Das Ergebnis ist die insgesamt vierte Nummer von Das Buch als Magazin. Dieses Mal kümmern wir uns um Oscar Wildes erste Erzählung aus dem 19. Jahrhundert: „Das Gespenst von Canterville“. Ein angenehm leicht zu lesendes Stück Literatur. Dazu haben wir, wie immer, eine ganze Reihe von Geschichten geschrieben, die sich in der einen oder anderen Weise auf das „Gespenst“ beziehen. David Benedek zum Beispiel hat den Fotografen Jacob Holdt getroffen, der mit seinen Bildern aus dem Inneren des Ku Klux Klan berühmt wurde. Holdt spricht über den existenziellen Wert von Mitgefühl. Zu meinen Lieblingstexten gehört auch die Geschichte von Michèle Loetzner, die beschreibt, wie sie ihrem Vater in den letzten Tagen seiner Krebserkrankung zur Seite steht. Aber, auch wenn es auf den ersten Blick so wirken mag: Wir kümmern uns nicht nur um die schwierigen Seiten des Lebens. Tim Bruening zum Beispiel fotografiert sein geraumer Zeit den Himmel über Hamburg und wir zeigen seine besten Aufnahmen. In der Summe ist das Heft das kräftigste, das wir bislang gemacht haben. Anders kann ich es gerade nicht sagen. Schauen Sie gerne selbst, ob die Beschreibung Sinn ergibt. Hier geht es zur Bestellung.

Lead Awards und Bayerischer Printmedienpreis

Bildschirmfoto 2014-09-16 um 16.52.50Das ist ein schöner Herbst: „Das Buch als Magazin“ ist für zwei Preise nominiert. Einmal bei den Lead Awards 2014 in der Rubrik „Newcomer des Jahres“. Deshalb tauchen wir auch in der zugehörigen Ausstellung auf, die bis 5. Oktober in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen ist. Die Verleihung der Lead Awards geht offenbar im November über die Bühne. Und dann sind wir noch für den Bayerischen Printmedienpreis in der Kategorie „Innovation“ nominiert. Große Freude schon jetzt, egal wie wir jeweils abschneiden!

 

In der New York Times

Bildschirmfoto 2014-06-18 um 07.45.32So richtig gut bin ich ja nicht darin, selbst Interviews zu geben. Nach jedem Gespräch, zum Beispiel über das „Buch als Magazin“ habe ich das Gefühl, schlimmen Quatsch erzählt zu haben. Eine gute Erfahrung, eigentlich, weil ich so ein Gefühl dafür bekomme, wie es meinen Interviewpartnern geht. Vergangene Woche schrieb die New York Times über Andrea Maria Schenkel und ihren Bestseller „Tannöd“, der jetzt auch in Übersetzung in den USA erscheint. Ich durfte ein paar Gedanken zu Schenkels Erfolg vor acht Jahren in Deutschland beitragen. Selbst so viele Jahre nach Erscheinen kann ich das Bändchen noch immer jedem ans Herz legen. Und jetzt auch auf Englisch.

Bronzener Nagel für „Das Buch als Magazin“

nagelVergangene Woche wurde unser „Buch als Magazin“ zum ersten Mal ausgezeichnet. Der Art Directors Club befand das Heft mit Franz Kafkas „Die Verwandlung“ für preiswürdig und legte in Hamburg einen „bronzenen Nagel“ in unser Gepäck, bzw in die Hand von Art Directorin Joanna Mühlbauer. Eine tolle Sache – nicht zuletzt, weil wir neben so renommierten Titeln wie dem „SZ Magazin“ oder dem „ZEIT Magazin“ gewürdigt wurden. (Die natürlich viel mehr Nägel bekommen haben.)

Arthur Schnitzler: Traumnovelle

Bildschirmfoto 2014-04-02 um 14.57.53Gestern ging die dritte Ausgabe des Buch als Magazin in die Druckerei. Ein schönes Heft, glaube ich. Thematisch leichter als der „Woyzeck“. Aber das hat schlicht mit dem Buch zu tun – Büchners Woyzeck ist halt ein düsterer Text, wie er im Buche steht. Die „Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler, um die wir uns in der ersten Ausgabe dieses Jahres gekümmert haben, ist nun auch kein Gute-Laune-Aggregat, trotzdem nen Tacken heller. Vorbestellen kann man gerne hier. Ab 24. April liegt das Heft dann an allen Bahnhofs- und Flughafenkiosken.

P.S. Wir bleiben weiterhin und bewusst ohne Anzeigen – das ist einer der Gründe für den Heftpreis von 12 Euro.

Bitte nicht wechseln

Bild 1Für das Magazin „Spiegel Job“ habe ich mit der Personalberaterin Madeleine Leitner über radikale Jobwechsel gesprochen. Leitners Antworten haben mich selbst überrascht: Die meisten Menschen sind in ihrer Arbeit eigentlich ganz gut aufgehoben. Häufig hapert es nur mit den Kollegen oder mit dem Chef. Tröstlich, irgendwie. Man muss nicht immer gleich das ganze Leben in Frage stellen, wenn es mal zwickt. Das ganze Gespräch kann man jetzt auf Spiegel Online nachlesen.

„Das Buch als Magazin“: Nummer 2 im Oktober



Cover_VerwandlungAm 5. Februar 2013 ist zum ersten Mal „Das Buch als Magazin“ erschienen, das ich mit Joanna Swistowski gegründet habe. Drei Monate wurde das 120 Seiten-Heft an Bahnhofs- und Flughafenkiosken verkauft, jetzt vertreiben wir es über unsere Website dasbuchalsmagazin.de. Nach und nach nehmen auch immer mehr Buchhandlungen die erste Ausgabe ins Sortiment. Die Reaktionen auf die erste Ausgabe waren wirklich schön. Die FAZ schrieb: „Darauf hätte man auch schon früher kommen können (…)“ Viele  Leser haben uns ausdrücklich Mut zugesprochen und ermuntern uns, weiterzumachen.

Anfang Oktober 2013 wird „Das Buch als Magazin“ zum zweiten Mal erscheinen. Dann widmen wir uns, recht passend zu Georg Büchners 200. Geburtstag, dem Drama „Woyzeck“. Mehr dazu bald hier beziehungsweise auf dasbuchalsmagazin.de. Alle Fragen zum Heft gerne an peter@dasbuchalsmagazin.de.

Hier ein paar ausgesuchte Links zu Besprechungen der ersten Nummer: Auf zeit.de hat sich David Hugendick unter der schönen Überschrift „Gregor Samsa hat Rücken“ des Heftes angenommen. Im Blog „This is Jane Wayne“ ist vom „besten Magazin seit langem“ die Rede. Buzz Aldrin hat sich vor allem in den Text von Elke Heidenreich verliebt. („Schon für den lohnt sich der Kauf der Zeitschrift“, schreibt Sie schließlich noch einmal in den Kommentaren zu ihrer Besprechung.) Und in der Bildunterschrift zu Nik Afanasjews Rezension im Berliner Tagesspiegel steht der Satz: „Das Buch als Magazin kommt grau und trotzdem schick daher.“ Die ausführliche Besprechung aus dem Feuilleton der FAZ ist noch nicht online zu finden. Hier ein Bild:

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Tschüss liebes jetzt-Magazin!

jetztFast drei Jahre habe ich bei der Süddeutschen Zeitung die „jetzt“-Magazine betreut, die sechsmal im Jahr in der SZ liegen und in denen es immer um Orientierung und um Ausbildung und um Studium und um den Job und das Leben daneben geht. Im Juni erscheint das letzte Heft, das ich betreut habe. Nun ist es Zeit für was Neues. Alle erschienenen und alle künftigen Ausgaben findet man hier, hinter dem Reiter „Hefte“.

Spiegel JOB

SpiegelJobDer „Spiegel“ gibt ein neues Magazin heraus: Spiegel JOB wendet sich an junge Berufstätige und Studenten. In der ersten Ausgabe habe ich unter anderem über Existenzgründung und den seltsamen Zwang zur Selbstverwirklichung geschrieben. Das Heft gibt es hier.

ZEIT Schule&Familie

ZEITSuFDie ZEIT gibt ein neues Magazin heraus: Einmal im Jahr erscheint ZEIT Schule&Familie. In der ersten Nummer habe ich unter anderem darüber geschrieben, wie wir Schreiben lernen und warum wir uns so sehr mit der richtigen Orthografie plagen. Das Heft kann man hier bestellen.

Gedenkbook

Als Nina an Krebs erkrankt, machen ihr die Facebookfreunde Mut. Selbst nach ihrem Tod schreiben sie weiter auf ihre Pinnwand. (Erschienen im jetzt-Magazin mit dem Schwerpunkt „Digitales Leben“. Das Heft lag am 8. August 2011 der Süddeutschen Zeitung bei. Hier kann man es online durchblättern.) Weiterlesen

Das ABC des Headhunting

Alle balgen sich um die klügsten Köpfe – und Headhunter profitieren davon. Christian Pape ist seit 1992 Personalberater in München. Er beschreibt, wie Job-Detektive und Vermittler ticken, was Informatiker schockt und warum manche guten Leute einen kleinen Tritt brauchen. (erschienen auf Spiegel Online, nachzulesen hier.)

Was bin ich wert?

Niemand gibt dir eine Garantie dafür, dass du eine Arbeit findest, in der alle deine Fähigkeiten gerecht entlohnt werden. Überhaupt ist es gar nicht so einfach, den Wert eines Studiums zu bestimmen – schließlich bemisst er sich doch nicht nur in Euro, oder? Über die Suche nach dem Wert des eigenen Tuns. (Erschienen in „jetzt Uni&Job“, Süddeutsche Zeitung)

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Die Teleshopping-Prinzessin

Judith Williams ist die erfolgreichste Teleshop-Verkäuferin Deutschlands – keine andere Fernsehfrau dürfte so gut verdienen. Ihre Aufgabe: auch nachts noch prächtig gelaunt sein und Hautpaste toll finden. Eine Reportage aus der Spätschicht zwischen Cremes und Kameras. (Erschienen auf Spiegel Online. Nachzulesen hier.)

Das neue „jetzt“-Magazin

Seit März 2011 gibt es vier Mal im Jahr das „jetzt“-Magazin. Es liegt der Süddeutschen Zeitung bei und ich darf es gemeinsam mit der Art Directorin Joanna Swistowski machen. (Ich betreue auch sonst immer auf jetzt.de die Jobthemen.) Zwei mal im Jahr lautet der Schwerpunkt Schule&Job, zweimal Uni&Job. Hier geht es zur ersten Ausgabe Schule&Job, die am Montag dem 14. März 2011 in der SZ lag. Am 9. Mai 2011 kommt die zweite Nummer mit dem Schwerpunkt Uni&Job. Bei aller Liebe zum Onlinejournalismus ist es ziemlich toll zu sehen, wie der jetzt.de-Journalismus gedruckt und auf diese Weise gemischt aussieht.

Auszeichnungen und Stipendien

2014: Gold bei den Lead Awards 2014 mit „Das Buch als Magazin“ – Kür zum „Newcomermagazin des Jahres“

2014: Nominierung für den Bayerischen Printmedienpreis in der Kategorie „Innovation“ mit „Das Buch als Magazin“

2013: Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenpreis für wirtschaftliche Bildung

2009: Nominierung für den Deutschen Reporterpreis, Kategorie Beste Webreportage

2009: Arthur F. Burns-Preis – Lobende Erwähnung für Meine Jagd nach dem Autogramm von Obama

2008: NEON-Recherchestipendium für eine Geschichte über LKW-Fahrer in Deutschland (erschienen in Chrismon).

2007: Arthur F. Burns Fellowhip (USA-Aufenthalt bei der Spokesman Review in Spokane, Washington)

2007: Axel Springer Preis für junge Journalisten – Sonderpreis gemeinsam mit den Kollegen von jetzt.de