Der Autor Daniel Pink ist eine Art Übersetzer. Er übersetzt die Erkenntnisse der Verhaltensforschung in lesbare Bücher, die wiederum in Anleitungen zum besseren Leben münden. Sein Buch Drive zum Beispiel ist jedes Lesen wert. Darin beschreibt er, was eine zufriedenstellende und motivierende Arbeit auszeichnet: Sie vermittelt uns Sinn, sie gibt uns die Gelegenheit, besser zu werden und sie lässt uns die Freiheit, eigenen Interessen nachzugehen. In seinem neuen Buch When schreibt Pink über Timing in allen Schattierungen. In einer Passage geht er auf das Wesen des Chorgesangs ein: Wer synchron mit anderen singt, hält mehr Schmerzen aus und kommt mit weniger Medikamenten zurecht. Wer zusammen mit anderen singt, neigt weniger zu Depression und ist besser gelaunt. Gemeinsames Singen, schreibt Daniel Pink, scheint etwas durch und durch menschliches zu sein, etwas zutiefst sinnstiftendes. Chor tut uns gut.

Seit Jahren frage ich Menschen nach ihren Lebenslehren. In Die Lehren der Anderen versammle ich immer wieder Antworten.

13. Februar 2018

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