Das Buch als Magazin im „Subskriptionsmodell“

Wenn man das Experimentieren aufhört, kann man sich den Journalismus auch gleich sparen. Also nehmen wir mit „Das Buch als Magazin“ einen neuen Anlauf in Sachen Finanzierung: Seit heute sammeln wir auf www.dasbuchalsmagazin.de Vorbestellungen für das nächste Heft. Sobald 1500 beisammen sind, widmen wir uns der Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff. „Subskriptionsmodell“ nennt sich das Verfahren: Erst mit genügend Zusagen im Rücken gehen wir in den Druck. Wann genau das Heft erscheint, ist deswegen einigermaßen unklar. Diese Ungewissheit nehmen wir mit der Gelassenheit des Taugenichts: Er weiß ja auch nie so recht, wohin ihn das Leben treibt. Auf seine gute Laune hat es keinen Einfluss.

 

 

Ein Magazin für Hellabrunn

Cover: Hellabrunn – Das Magazin des Münchner Tierparks
Sortiertung am Kiosk in München.

Gerade pausieren wir mit dem Buch als Magazin. Noch immer geht es darum, wie sich das Projekt auf kräftigere Beine stellen lässt. In der Zwischenzeit waren wir aber nicht untätig und haben gemeinsam mit dem Tierpark Hellabrunn die erste Ausgabe des „Hellabrunn“-Magazins entwickelt und produziert. Das hat große Freude bereitet. Im Grunde ist das Heft ein 100 Seiten langer Blick hinter die Kulissen des Münchner Tierparks. Zu kaufen gibt es das Ganze im Tierpark Hellabrunn und für eine bestimmte Zeit auch an Bahnhofs- und Flughafenkiosken im ganzen Land. Ein paar Kioskbetreiber tun sich mit der Einsortierung noch schwer, aber mei.

Jahrgang komplett: Die Süddeutsche Zeitung Langstrecke

20170110_092912Im Dezember erschien die insgesamt achte Ausgabe der Süddeutsche Zeitung Langstrecke. Seit 2015 bündeln wir einmal im Quartal die besten langen Texte aus der SZ zu einem Magazin. Das Ergebnis ist ein Vierteljahresrückblick im Langtextformat, unterbrochen lediglich von formschönen Illustrationen. Jetzt wieder am Bahnhofs- und Flughafenkiosk oder online im SZ-Shop.

Wie Menschen ihr Leben hinkriegen

fixingcircleAlle menschliche Weisheit kommt aus Lebenserfahrung. Schon allein die Tatsache, dass wir leben, macht uns demnach zu Lebensexperten. Mindestens einen Teil dieses Wissens sollte man aufschreiben. Auf fixinglife.de frage ich deshalb Menschen nach ihren Erfahrungen: Wie kriegt man das Leben hin? Welche Lehren entstehen aus Liebe, Trauer oder Arbeit? Meine Kollegin Joanna Mühlbauer illustriert jede Woche einen entscheidenden Satz aus den Texten. Zum Merken, zum Nachdenken, zum Aufheben. Viel Spaß beim Lesen auf fixinglife.de!

 

Der Reporter als Sinnsucher und Seelsorger

Versuch, dem Journalismus eine neue Seite abzugewinnen. Ein Aufsatz in 33 Schritten

1. Ich habe ein Buch namens Wofür es gut ist geschrieben, für das ich gut hundert Menschen nach den Lehren ihres Lebens gefragt habe. All die Erfahrungen der Menschen lassen sich auf einen Satz bringen: Das Leben braucht vor allem eine Küche zum Reden, eine Werkstatt zum Machen, einen Balkon zum Lassen und ein Wohnzimmer für die Liebsten.

2. Es ist erstaunlich, wie häufig das „Machen“-Motiv in den Gesprächen vorkam. Immer wieder sprachen Menschen vom „Weitermachen“, vom „Anfangen“, vom „Machen“ auch im Angesicht von Widerständen. Im „Machen“ in all seinen Versionen scheint etwas zu liegen. Das sagen auch Sinnforscher. Sie schreiben, dass das Machen, das Bauen, das Erstellen von Dingen und Projekten den Menschen Sinn gibt. „Der Reporter als Sinnsucher und Seelsorger“ weiterlesen